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Schwelle zur Unvollkommenheit (7)


Modul 7: COAGULATIO – Die Schwelle zum Ausprobieren

Lernen in der Bewegung

Nach der Annahme der eigenen Einzigartigkeit in der PUTRIFICATIO beginnt mit der siebten Schwelle eine neue Bewegung: Das, was in dir Gestalt angenommen hat, sucht nun die Begegnung mit der Welt.

Die Idee, das Potenzial, die innere Ausrichtung – all das möchte nun Wirklichkeit werden. Es geht darum, sichtbar zu werden, zu experimentieren und zu lernen. Diese Schwelle markiert den Übergang von der inneren Reifung in den lebendigen Ausdruck. Denn Transformation vollendet sich nicht im Inneren. Sie entfaltet ihre Wirksamkeit erst dort, wo sie der Welt begegnet.

Die Welt mitgestalten

Die Kunst des Erprobens

Die alchemistische Operation der COAGULATIO steht für das Verdichten, Verfestigen und Konkretisieren. Sie beschreibt den Moment, in dem Geistiges und Materielles miteinander in Beziehung treten – der weiße Vogel der SUBLIMATIO kehrt auf die Erde zurück.

Erst im Kontakt mit der Wirklichkeit zeigt sich, welche Form das Neue annehmen möchte.

Doch was entsteht, ist zunächst immer unvollkommen. Diese Schwelle fordert uns heraus, erste Formen entstehen zu lassen, Möglichkeiten zu erproben und mit Unsicherheit, Irrtum und Improvisation zu leben. Sie lädt uns ein, das Neue spielerisch zu erkunden, statt es vorschnell perfektionieren oder kontrollieren zu wollen.

Wirklichkeit ist nicht der Prüfstein unserer Idee, sondern ihr Entwicklungspartner.

Die Haltung dieser Phase lautet:

wahrnehmen – ausprobieren – lernen – verfeinern.

Wachsen durch Versuch, Irrtum und Spiel

In diesem Modul begleiten wir dich dabei,

  • deinen Mut zur Unvollkommenheit zu stärken,

  • erste Ausdrucksformen deiner Intention sichtbar werden zu lassen, auch wenn sie noch unfertig sind,

  • mit Methoden wie Prototyping, Simulation, Gamification und erfahrungsbasiertem Lernen zu experimentieren,

  • neue Rollen einzunehmen und sie in der Begegnung mit der Welt zu erproben,

  • durch Feedback, Resonanz und Spiegelung zu lernen und deine Vorhaben weiterzuentwickeln.

Transformation braucht den Kontakt zur Wirklichkeit – nicht um uns zu begrenzen, sondern um unser Verständnis dessen zu vertiefen, was sich durch uns ausdrücken möchte.

Zwischen Annahme und Ausdruck

DU

Du setzt dein Neues in Bewegung – nicht als fertige Lösung, sondern als ersten mutigen Schritt. Du erlaubst dir, unvollkommen zu sein, Fehler zu machen, zu lernen und zu wachsen. So entwickelst du eine spielerische Haltung im Umgang mit Unsicherheit und stärkst deine Wandlungsfähigkeit im Kontakt mit der Welt.

Du erfährst, dass Erfahrungen nicht bestätigen müssen, wer du bist. Sie vertiefen dein Verständnis dessen, was sich durch dich ausdrücken möchte.

WIR

Die Gruppe wird zum gemeinsamen Erfahrungs- und Resonanzraum. Hier entstehen Feedback, Spiegelung, Co-Creation und gemeinsames Lernen. Ideen werden nicht bewertet, sondern im Dialog weiterentwickelt.

Gemeinsam erforschen wir, wie Zusammenarbeit zu einem Entwicklungsraum wird, in dem Unterschiedlichkeit, gegenseitige Unterstützung und kollektive Intelligenz neue Möglichkeiten hervorbringen.

ES

Organisationen, Teams und gesellschaftliche Systeme werden zu Entwicklungsräumen, in denen sich zeigt, welche Form das Neue finden kann.

Nicht jede Idee entfaltet ihre Wirkung in jedem Kontext. Deshalb lernen wir, die Beziehung zwischen unserer Intention und den jeweiligen Systemen bewusst wahrzunehmen und zu gestalten. Die Wirklichkeit antwortet auf unser Handeln – und gerade darin entsteht Entwicklung.

Facilitation-Kompetenz vertiefen

Professionelle Facilitation begleitet Entwicklungsprozesse nicht bis zur perfekten Lösung, sondern unterstützt Menschen dabei, im Dialog mit der Wirklichkeit zu lernen.

In diesem Modul vertiefst du deine Fähigkeit, Räume zu gestalten, in denen Erprobung, Feedback und gemeinsames Lernen möglich werden. Du lernst, mit Vorläufigkeit umzugehen, Unsicherheit als Teil von Entwicklung zu verstehen und Prozesse so zu begleiten, dass Erfahrungen zu Erkenntnissen werden.

Transformation entsteht nicht durch starre Planung, sondern durch eine lernende Beziehung zwischen Intention, Handlung und Resonanz.

Die Schwelle zum Ausprobieren

Wenn Bewegung zur Erkenntnis wird

Diese Schwelle lädt dich ein, ins Handeln zu kommen – nicht trotz der Ungewissheit, sondern gemeinsam mit ihr.

Hier wird sichtbar, dass Lernen nicht im Denken beginnt, sondern in der Begegnung. Im Tun, im Spüren, im Dialog mit der Wirklichkeit entwickelt sich das Neue weiter und gewinnt Schritt für Schritt Gestalt.

Was in den vorherigen Schwellen erkannt, verbunden, entschieden, losgelassen, empfangen und angenommen wurde, tritt nun in Beziehung zur Welt. Gerade in dieser Begegnung zeigt sich, was Bestand hat, was sich verändern möchte und was sich weiter entfalten will.

Bist du bereit, dich der Welt mit deinem Eigenen zu zeigen und durch Erfahrung weiter zu wachsen?

 

LEHR-FACILITATION: Iris von Tiedemann

CO-FACILITATION: Lennart Hennig

 

Teilnahmegebühr:

3-tägiges Modul: 1.100 € zzgl. MwSt.

Ein begrenztes Kontingent an Sonderplätzen zu 700 € zzgl. MwSt. steht für Wiederholer:innen oder auf Anfrage zur Verfügung.

 



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